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Wo:Gormannstraße 1, 10119 Berlin
Wann:Donnerstag, 20.10.2022, 19:00

Marina Frenk

Stolpersteine in der Gormannstr. 1

Herbert Haas, *09.03.1916 in Berlin, 1939 Flucht in die Niederlande, interniert im Internierungslager Westerbork, am 21.09.1942 Deportation nach Auschwitz, ermordet 31.01.1943 in Auschwitz.

Paula Buchheim, geb. Rosenthal, *27.04.1882 in Wilhelmshütte (Schlesien), am 01.03.1943 Deportation nach Auschwitz, ermordet in Auschwitz.

Meier Max Buchheim *07.04.1884 in Rosenthal, von Beruf Metzger, im Rahmen des Novemberpogroms wurde er verhaftet und im KZ Buchenwald eingesperrt und am 14. Dezember aus Buchenwald entlassen. Am 1.3.1943 wurde er zusammen mit seiner Frau Paula von Berlin nach Auschwitz deportiert. Meier Max hatte die Transportnummer 1433, seine Frau Paula die 1435.

Diese Deportation geschah im Rahmen der sogenannten „Fabrikaktion“, die alle in der Rüstungsindustrie oder für die jüdische Kultusvereinigung arbeitenden sowie viele in Mischehe lebenden Juden betraf. Am 27. Februar fand in allen Berliner Betrieben, in denen noch Juden beschäftigt waren, eine Razzia statt; die Juden wurden auf offenen Lastwagen zu den vorgesehenen Sammelstellen gebracht. Vom 1. bis zum 6. März gingen vier Züge mit
ungefähr 7000 Juden nach Auschwitz, am 12. März folgte ein weiterer Zug mit 941 Juden zum selben Ziel. In dem Zug vom 1. März 1943 wurden 1722 Menschen nach Auschwitz deportiert, die dort am Folgetag ankamen.
Für Auschwitz wird an jenem Tag die Ankunft von zwei Transportzügen notiert. Von den insgesamt 3000 Juden dieser Transporte wurden ca. 300 Männer und 350 Frauen ins Lager aufgenommen; die anderen wurden umgehend in den Gaskammern des Lagers umgebracht.

Max Meier und Paula Buchheim zählten wohl zu jenen, die am Ankunftstag ermordet wurden.

Synagoge Vöhl Quelle

Der Text der Lesung folgt

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